Knesebecker Heimatausschuss besuchte das Grenzmuseum Böckwitz-Zicherie
Kürzlich unternahmen die Mitglieder des Heimatausschusses im Heimat- und Kulturverein Knesebeck e.V. eine sehr beeindruckende Tagesfahrt in das Grenzmuseum nach Böckwitz/Zicherie.
Bei etwas windigem, aber sonnigem Frühherbstwetter wurde die Gruppe zunächst sehr herzlich im Backhaus des Museums bei Kaffee und herrlichem selbstgebackenen Kuchen begrüßt.
Dann schloss sich eine sehr bewegende Zeitzeugenschilderung eines „Böckwitzer Mädels“ an, die die teils unmenschlichen Lebensbedingungen als Kind, Jugendliche und junger Mensch im hermetisch abgeriegelten Schutzstreifen auf DDR-Seite mit eindrucksvollen und nahegehenden persönlichen Erinnerungen schilderte.
Man konnte den Mitgliedern der Besuchergruppe förmlich ansehen, dass diese authentischen Schilderungen allen doch sehr nahe gingen.
Es folgte eine sehr interessante Führung mit vielen Erläuterungen durch die Ausstellung des Grenzmuseums.
Auch die Museumsführerin, Frau Inge Jakobs, geboren in Böckwitz, erzählte ihre persönliche Geschichte, wie sie als Kleinkind die „Aktion Ungeziefer“, bei der ihre Familie zwangsumgesiedelt wurde, erleben musste. Nach der Flucht der Familie aus der DDR, lebte sie im Nachbarort Zicherie – nur einen Steinwurf entfernt von ihrem Geburtshaus, das dennoch für viele Jahre unerreichbar blieb.
Auf diese Weise konnte die Gruppe sehr viele anschauliche Informationen und geschichtliche Hintergründe über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen direkt hinter dem Grenzzaun erfahren.
Ein Rundgang durch den Ort Böckwitz mit interessanten Geschichten zu einzelnen, noch bestehenden als auch im Rahmen des damaligen Ausbaues der Grenze abgerissenen Hofstellen rundete die sehr empfehlenswerte Führung durch das Grenzmuseum ab.
Der Knesebecker Heimatausschuss war sich sehr einig darin, dass das Grenzmuseum Böckwitz/Zicherie eine wichtige und unbedingt erhaltenswerte Institution ist, damit die Erinnerungen an diese schreckliche Grenze, die deutsche Teilung und die damit verbundenen menschlichen Tragödien, insbesondere im Doppeldorf Böckwitz/Zicherie als Teil unserer heimatlich lokalen Geschichte niemals vergessen werden.
Der Dank der Gruppe gilt allen ehrenamtlich tätigen Personen, die sich für den Erhalt dieser wichtigen Informations- und Erinnerungsstätte engagieren und einsetzen.
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Heimatausschuss in Böckwitz 2026 (MO, 21. September 2026)
Der Heimatausschuss besuchte im Rahmen der Exkursion 2026 das Grenzmuseum Böckwitz.

















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